gVim v8.2

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Vim (Vi IMproved) ist eine Weiterentwicklung des Texteditors vi. Das freie Open-Source-Programm wurde 1991 von Bram Moolenaar veröffentlicht. Seitdem wird der Editor aktiv weiterentwickelt. Wie vi zeichnet sich Vim durch seine verschiedenen Betriebs-Modi aus, während viele andere gebräuchliche Editoren nur einen kombinierten Modus für Eingabe und Befehle kennen, in dem Befehle über Tastenkombinationen und grafische Oberflächen ausgeführt werden.

Einsteigerfreundliche Modifikationen

Im Laufe der Jahre wurden für Vim einige Modifikationen entwickelt, welche die Benutzung dieses Editors für ungeübte Benutzer einfacher machen sollen. Die bekanntesten sind der in Vim integrierte easy-Vim-Modus und das GUI GVim.

GVim

Mit GVim steht Vim unter den meisten aktuellen Betriebssystemen eine grafische Oberfläche zur Verfügung, die viele Befehle des Programms ähnlich den heute gängigen grafischen Texteditoren auch über Menüeinträge und eine Werkzeugleiste zugänglich macht. Über seine Konfigurationsdateien lässt sich GVim, ähnlich Vim, umfassend konfigurieren, auch das Einbinden von Vim-Skripten ist hier möglich. Im Gegensatz zum Vim lassen sich jedoch mehr Farben und Schriftarten für die Darstellung von Textdateien einstellen sowie fertige Farbschemata erstellen und nutzen.

eVim

eVim (kurz für easy Vim) ist ein einfacher Modus, in dem Vim betrieben werden kann. Wird Vim in diesem Modus gestartet, so ist sofort der Einfüge-Modus aktiv; Befehle können nur über einen speziellen Befehlsmodus eingegeben werden. Auf diese Weise kann Vim fast wie ein nicht modaler Editor verwendet werden.

Cream

Mit der GVim-Erweiterung Cream ist es schließlich möglich, Vim vollständig auf eine Weise zu nutzen, die bisherigen Nutzern einfacherer Editoren (wie gedit oder dem Microsoft Notepad) vertraut ist. Es handelt sich um eine Reihe von Skripten zur weiteren Vereinfachung von GVim, so können praktisch alle wichtigen Kommandos mit der Maus über Menüs erreicht werden und die Betriebs-Modi entfallen in der Defaultausführung gänzlich (können aber nach Belieben hinzugeschaltet werden). Cream ist weder in Vim noch in GVim integriert, sondern setzt auf beiden auf, ohne sie dabei zu ersetzen, d. h. auch die gleichzeitige Verwendung von Cream und GVim ist problemlos möglich.

Verfügbarkeit

Vim ist unter vielen Betriebssystemen lauffähig. Vor allem für unixoide Systeme existieren Portierungen, beispielsweise für die UNIX- bzw. BSD-Derivate AIX IRIX, HP-UX, macOS und iOS und freie BSD-Distributionen wie FreeBSD sowie für Linux-basierende Systeme einschließlich Android. Windows wurde seit 3.1 unterstützt, Vim 8 benötigt Windows XP und aufwärts. Auch für VMS, RISC OS, AmigaOS, Atari MiNT, Mac OS Classic, Haiku und BeOS, NeXTStep, OS/2 sind (oder waren) Portierungen verfügbar.

Info

Webseite, Portable

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