Skype

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Skype

Skype ist ein im Jahr 2003 eingeführter, kostenloser Instant-Messaging-Dienst, der seit 2011 im Besitz von Microsoft ist. Unterstützt werden Videokonferenzen bzw. Bildtelefonie, IP-Telefonie, Instant-Messaging, Dateiübertragung und Screen-Sharing. Der Dienst lässt sich sowohl mit dem zugehörigen Anwendungsprogramm nutzen, das für viele Betriebssysteme angeboten wird, als auch unter web.skype.com über einen Browser. Die Datenübertragung basiert auf einem proprietären Netzwerkprotokoll.

Skype ermöglicht das kostenlose Telefonieren zwischen Skype-Kunden via Internet. Internettelefonate mit Kunden anderer Onlinedienste sind nicht möglich. Verbindungen ins Festnetz und zu Mobiltelefonen sind gegen Gebühren möglich („SkypeOut“). Um Anrufe aus dem herkömmlichen Telefonnetz entgegenzunehmen, kann eine Festnetztelefonnummer erworben werden („SkypeIn“). Die Einrichtung einer solchen Rufnummer ist für rund 25 Länder möglich, ohne physisch in diesen Ländern anwesend zu sein. Für einige Länder ist aus rechtlichen Gründen der Nachweis des Wohnsitzes (aber nicht der tatsächlichen Anwesenheit dort) erforderlich; das betrifft gegenwärtig Frankreich, Deutschland, die Niederlande, die Schweiz und Südkorea. In der aktuellen Version für Microsoft Windows und macOS sind Konferenzschaltungen mit bis zu 25 Gesprächsteilnehmern möglich.

Verbreitung

Skype ist für Microsoft Windows, OS X, Linux, das Apple iOS, Android, Symbian, Maemo, MeeGo, Windows Mobile, Windows Phone und Blackberry verfügbar. Laut Skype-Blog waren am 28. März 2011 erstmals mehr als 30 Millionen Benutzer zugleich „online“, d. h. über Skype erreichbar, im Oktober 2012 waren es rund 45 Millionen. Die Software wurde laut Skype bereits über 600 Millionen Mal heruntergeladen (Stand 1. Januar 2014).

Einige Mobilfunkanbieter, beispielsweise die deutsche Telekom, blockieren Voice-over-IP-Telefonie und Videokonferenzübertragungen nicht nur von Skype in ihren Mobilfunknetzen, wenn kein Tarif oder keine Tarifoption gebucht ist, die diese Funktionen ausdrücklich zulässt. Kritiker führen dies als Verstoß gegen die Netzneutralität an, da beispielsweise große Datenströme von Videostreamingportalen nicht blockiert werden und der Kunde i. d. R. ein gewisses Hochgeschwindigkeitskontingent in seinem Datentarif bezahlt hat.

Kritik

Datenschutz

Im Februar 2007 wurde durch einen Software-Bug bekannt, dass Skype nach dem Start im Verzeichnis für temporäre Dateien eine ausführbare Datei namens 1.com anlegt, die sämtliche BIOS-Informationen des PCs auslesen kann; Skype versucht, ein Auslesen dieser Datei durch den Nutzer zu unterbinden. Nach Aussage von Skype diene diese Überprüfung dem „Skype Extras Manager“ zur eindeutigen Identifizierung von Rechnern, damit sichergestellt werde, dass lizenzpflichtige Extras nur von berechtigten Lizenznehmern installiert und betrieben würden.

Im Mai 2013 deckte heise Security nach Hinweis eines Nutzers auf, dass Skype sich nicht nur die Erlaubnis, den kompletten Kommunikationsinhalt des Nutzers mitzulesen und auszuwerten, pro forma durch Akzeptieren der AGB und Nutzung des Dienstes erteilen lässt, sondern dass das lückenlose Mitlesen, Durchscannen und Überprüfen mindestens des Skype-Textchats in der Praxis auch tatsächlich durchgeführt wird. Aufgedeckt wurde dies dadurch, dass über den Skype-Chat privat versendete und speziell für diesen Zweck eingerichtete HTTPS-URLs samt Login-Daten kurze Zeit später automatisiert durch eine Microsoft zuzuordnende IP-Adresse abgerufen und überprüft wurden. Heise kommt zum Schluss:

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„Wer Skype benutzt, muss sich nicht nur damit einverstanden erklären, dass Microsoft alle übertragenen Daten quasi nach Belieben nutzt. Er muss davon ausgehen, dass dies tatsächlich geschieht und der Konzern auch nicht verrät, was genau er mit diesen Daten anstellt.“

Webseite, Portable

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