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Eigenes Projekt · Benutzeranleitung

DirColors 1.4.1

Benutzeranleitung zum Erstellen und Bearbeiten einer .dircolors-Datei unter Linux Mint.

Version 1.4.1 Für Linux Mint

1. Zweck des Programms

DirColors ist eine grafische Oberfläche zum Bearbeiten der Datei ~/.dircolors. In dieser Datei wird festgelegt, in welchen Farben Verzeichnisse, ausführbare Dateien, Links, Archive, Bilder und andere Dateitypen in einer farbfähigen Terminalausgabe angezeigt werden.

Wichtig: Die Einstellungen betreffen vor allem Terminalprogramme wie ls. Die Symbol- und Textfarben im Dateimanager Nemo werden dadurch normalerweise nicht geändert.

2. Programmoberfläche

Im oberen Bereich des Hauptfensters befinden sich die wichtigsten Funktionen:

ElementFunktion
ÖffnenEine vorhandene .dircolors-Datei laden.
SpeichernDie aktuellen Einstellungen in einer Datei sichern.
ÜbernehmenDie erzeugte Konfiguration anwenden.
StandardwerteDie programminternen Ausgangswerte wiederherstellen.
DateitypenFarben für Verzeichnisse, Dateien, Links, Programme und Gerätedateien.
DateiendungenFarben für Dateimuster wie *.py, *.pdf oder *.zip.
VorschauDie gewählten Farben vor dem Speichern kontrollieren.
EinstellungenDateipfad, Sprache, Systemstandard und Shell-Anweisung verwalten.

In der Statuszeile unten wird die geladene Datei angezeigt. Rechts ist das von der Anwendung erkannte Oberflächenthema sichtbar, im Beispiel Mint-Y-Aqua.

3. Dateitypen bearbeiten

Der Reiter Dateitypen enthält allgemeine Einträge, die nicht von einer bestimmten Dateiendung abhängen.

DirColors-Reiter Dateitypen
Allgemeine Dateitypen wie Verzeichnisse, normale Dateien, Programme, Links und Geräte.
EintragBedeutung
DIRVerzeichnis
FILENormale Datei
EXECAusführbare Datei
LINKSymbolischer Link
ORPHANDefekter symbolischer Link
MISSINGFehlendes Linkziel
FIFOBenannte Pipe
SOCKSocket
BLKBlockgerät
CHRZeichengerät
  1. Den gewünschten Eintrag in der Tabelle markieren.
  2. Auf Bearbeiten klicken.
  3. Vordergrund, Hintergrund und Textattribute festlegen.
  4. Die Änderung mit Übernehmen bestätigen.

4. Dateiendungen verwalten

Im Reiter Dateiendungen werden Farben für konkrete Dateiendungen oder Dateimuster definiert.

DirColors-Reiter Dateiendungen
Beispiele für Python-, Shell-, Text-, PDF-, Bild- und Archivdateien.

Neuen Eintrag hinzufügen

  1. Auf Hinzufügen klicken.
  2. Im Feld Eintrag ein Muster angeben, zum Beispiel *.py.
  3. Eine verständliche Beschreibung eintragen.
  4. Farben und Textattribute auswählen.
  5. Mit Übernehmen speichern.

Vorhandenen Eintrag ändern oder löschen

Den Eintrag markieren und anschließend Bearbeiten oder Löschen wählen. Vor dem Löschen sollte geprüft werden, ob der Eintrag später noch benötigt wird.

Dateimuster: Für Dateiendungen sollte gewöhnlich das Muster *.endung verwendet werden, zum Beispiel *.jpg. Dadurch gilt die Regel für alle Dateien mit dieser Endung.

5. Eintrag bearbeiten

Dialog Dateiendung bearbeiten
Bearbeitungsdialog für den Eintrag *.py.
FeldBeschreibung
EintragDateimuster, beispielsweise *.py.
BeschreibungLesbare Bezeichnung, beispielsweise „Python-Dateien“.
VordergrundTextfarbe aus den Standard- oder 256 Terminalfarben.
Freie RGB-VordergrundfarbeAuswahl einer individuellen Echtfarbe.
HintergrundHintergrundfarbe oder „Keiner“.
Freie RGB-HintergrundfarbeIndividuelle Hintergrundfarbe.
FettHebt den Dateinamen stärker hervor.
UnterstrichenUnterstreicht den Dateinamen.
ANSI-CodeDer aus den Einstellungen gebildete Farbcode.
VorschauZeigt unmittelbar, wie der Eintrag im Terminal wirken soll.

Übernehmen speichert die Änderung im aktuell geöffneten Programmzustand. Abbrechen schließt den Dialog ohne Änderung.

6. Vorschau verwenden

Im Reiter Vorschau können die Farben gemeinsam kontrolliert werden. Dabei sollte besonders auf eine ausreichende Lesbarkeit geachtet werden.

  • Helle Schrift auf hellem Hintergrund vermeiden.
  • Dunkle Schrift auf dunklem Hintergrund vermeiden.
  • Sehr ähnliche Farben nicht für unterschiedliche wichtige Dateitypen verwenden.
  • Die Darstellung zusätzlich in einem echten Terminal prüfen, da Terminalprofile Farben unterschiedlich wiedergeben können.

7. Einstellungen

DirColors-Reiter Einstellungen
Dateipfad, Farbumfang, Sprache und Hilfsfunktionen.
Angabe oder SchaltflächeFunktion
Aktuelle DateiZeigt die momentan geladene Konfigurationsdatei.
StandardpfadÜblicher Speicherort der persönlichen Datei, im Beispiel /home/josef/.dircolors.
FarbumfangUnterstützung für 16 Standardfarben, die XTerm-256-Palette und freie RGB-Farben.
SpracheAuswahl der Programmsprache.
SprachdateienOrdner, aus dem die verfügbaren Übersetzungen geladen werden.
Systemstandard importierenLädt die vom System bereitgestellte Ausgangskonfiguration.
Shell-Anweisung kopierenKopiert die zur Aktivierung benötigte Shell-Anweisung in die Zwischenablage.
Generierte Datei anzeigenÖffnet eine Ansicht der von DirColors erzeugten Datei.

8. Empfohlener Arbeitsablauf

  1. Ausgangsbasis laden: Eine vorhandene Datei mit Öffnen laden oder über Systemstandard importieren eine neue Basis erzeugen.
  2. Dateitypen anpassen: Farben für Verzeichnisse, Programme, Links und Gerätedateien festlegen.
  3. Dateiendungen ergänzen: Eigene Regeln wie *.py, *.sh oder *.pdf hinzufügen.
  4. Vorschau kontrollieren: Lesbarkeit und Kontrast prüfen.
  5. Speichern: Die Datei am gewünschten Ort sichern, üblicherweise als ~/.dircolors.
  6. Übernehmen: Die Konfiguration in DirColors anwenden.
  7. Shell einrichten: Über Shell-Anweisung kopieren die passende Anweisung übernehmen und entsprechend der Programmausgabe in die Konfiguration der verwendeten Shell eintragen.
  8. Terminal neu öffnen: Ein neues Terminalfenster starten und die Farbausgabe testen.

9. Hinweise und Fehlerbehebung

Farben ändern sich im Terminal nicht

  1. Prüfen, ob die richtige Datei geladen und gespeichert wurde.
  2. Nach dem Speichern auf Übernehmen klicken.
  3. Die über Shell-Anweisung kopieren erzeugte Anweisung kontrollieren.
  4. Ein neues Terminal öffnen oder die Shell-Konfiguration neu laden.
  5. Prüfen, ob die Terminalausgabe mit Farben aktiviert ist.

Ein Dateimuster wird nicht erkannt

Das Muster auf Schreibfehler prüfen. Für eine Dateiendung wird normalerweise *.endung verwendet. Bei mehreren möglichen Schreibweisen können getrennte Einträge erforderlich sein, zum Beispiel *.jpg und *.JPG.

Die Vorschau sieht anders aus als das Terminal

Terminalprofile können Farben verändern oder nur einen eingeschränkten Farbumfang darstellen. Die endgültige Kontrolle sollte daher immer in dem Terminal erfolgen, das später tatsächlich verwendet wird.

Sicherung vor größeren Änderungen

Vor umfangreichen Anpassungen empfiehlt sich eine Kopie der vorhandenen Datei, beispielsweise unter einem Namen wie .dircolors.sicherung.

Dokumentation erstellt anhand der Oberfläche von DirColors Version 1.4.1.